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Donnerstag, 8. August 2013

Sail Away

Music for tonight. Just listening to it about the tenth time in a row.
It's very common to be puzzled these days, where friendships are established on the internet, outer appearance helps to decides whether to get a facebook invite to the hippest, seemingly most vital party or not. Old fashioned values and courtesies, like honest friendship, sincerity, and closeness to other people have been been replaced with countless handshakes, small talk and staged photos on Instagram.
In a confused generation where nobody actually knows anymore, and true friendship is a rare trait, it's good to shut your smartphone down from time to time in order to think about what truly makes you happy in the long term.
In our Tale the actress is lost in a world of superficiality and fast love. Sadly her own dilemma is transmitted to the faith and pointlessness of our chief character, who tries to take his own life.
It's time to sail away...
 
The Rapture - Sail Away (Digitalism Remix) from I MADE THIS on Vimeo.

Dienstag, 28. Dezember 2010

Jahresendspurt

Nach wie vor nicht viel los hier, das Meiste pushe ich per FB und Twitter raus. Aber vergessen ist das Blog nicht.

Ich genieße gerade meinen Urlaub. Eigentlich eine Zeit des Stillstands, aber irgendwie ändert sich dennoch viel. Mit großen Schritten verlassen wir das erste Jahrzehnt des Jahrtausends. So schnell ist die Zeit verstrichen, so viel passiert.

Zwei Zitate von Stephen Baxter, die mich in letzter Zeit beeindruckt haben:
[...] the essence of the race is not the form, biological or otherwise - it is the Information the race has gathered, and stored. And that is immortal. Once a a race has committed itself to such children of [...] information, it cannot die out.


und

Information - its gathering, interpretation and storage - is the ultimate goal of all intelligent life.


Das lässt einen Informatiker aufhorchen, doch auch evolutionstechnisch und philosophisch eine interessante Aussage. Jede Spezies stirbt unausweichlich aus, doch die Informationen die sie sammelt und speichert kann der Nachwelt erhalten bleiben und sie somit unsterblich machen. Werden das Internet und die damit verbundene, sich gerade erst entwickelnde Informationsdistribution vielleicht das einzig Positive sein, was von unserer Spezies übrig bleiben wird? Ein See von Informationen?

Der Mensch wird den Planeten auf den er lebt ausbeuten und weitestgehend zerstören. Vielleicht werden das Internet und die darin gesammelten Informationen der größte Schatz sein, den unsere Kultur hinterlässt. Nicht die Gebäude und Paläste, nur das, was wir (meinen zu) wissen.

Donnerstag, 5. November 2009

PKW Maut

Schwarz-Gelb diskutiert eine Autobahn-Maut auch für PKW. Ui, heißes Thema. Aber wer jetzt denkt ich bin dagegen, nur weil die Rechten es durchsetzen wollen, der trügt. Ich halte das grundsätzlich für eine hervorragende Idee!

In der Schweiz funktioniert das ausgezeichnet, die haben ein sehr gutes Autobahnnetz und versenken ganzen Autobahnabschnitte in den Boden um Lärmschutz zu betreiben. Bezahlt wird das auch von der Maut in Höhe von 40 Franken je PKW und Jahr.

Deutschland könnte das auch, sogar besser: Statt eine unfaire Pauschalabgabe wie in der Schweiz, verfügt Deutschland über ein mittlerweile funktionierendes Mautsystem für LKW, welches entfernungsabhängig die Höhe der Maut ermittelt. Schon jetzt fotografieren die Mautbrücken auch PKW und es wäre wohl ein leichtes die LKW- um eine PKW-Maut zu erweitern.

Fair wäre nur eine entfernungsabhängige Regelung. Warum soll der Manager in der S-Klasse, der jeden Tag 300 Kilometer zurücklegt genauso viel Maut bezahlen wie der Rentner, der, um seine 600 Kilometer entfernt lebenden Kinder zweimal im Jahr zu besuchen, den Wagen aus der Garage und über die Autobahn bewegt?

Und schon - ich befürchte es - sind wir wieder bei Schwarz-Gelb... natürlich liegt denen der Manager in S-Klasse wesentlich mehr am kalten Herzen als der Renter mit kleiner Pension. Wäre ja gelacht wenn der Manager mehr zahlen sollte. Wenn schon Maut, dann auch sozial ungerecht und unfair denen gegenüber, die die Autobahn eher sporadisch nutzen wollen. Gut, ich bewege mich hier im spekulativen Bereich, wer weiß ob sie kommt und wer kann voraussehen ob sie pauschal oder entfernungsabhängig wird? Doch ich rege mich einfach schon mal pauschal vorab auf, dass ich den dicken Benzen und BMW demnächst wohlmöglich den Asphalt für ihre Schnellstraßen bezahlen muss, die diese wesentlich mehr nutzen als ich.

Mittwoch, 6. Mai 2009

To tweet...

...or not to tweet?


Das ist die Frage zu der ich noch keine Antwort gefunden habe. Im Umfeld wird immer häufiger getweetet. Jetzt fühle ich mich schon virtuellem peer pressure ausgesetzt. Was soll's, man kann es ja auch einfach wieder einschlafen lassen wenn man keine Lust mehr dazu hat. Was aber, wenn Zwitschern süchtig macht?

Sonntag, 5. April 2009

Youtube zensuriert

Da wir Deutschen ja mit Nordkorea, Saudi Arabien und dem Iran in Sachen Zensur und Beschneidung (nicht was ihr denkt) wetteifern, muss die GEMA nun mit Youtube streiten und Musikvideos sperren lassen. 50 Mal so viel wie die britische Verwertungsgesellschaft PRS will die deutsche GEMA von Youtube für die Bereitstellung von Musikvideos. Warum, um die eigenen Taschen zu füllen die Künstler fair zu entlohnen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, es geht nicht um Urheberrechtsverletzungen auf Youtube, nein, der Streitwert sind die offiziellen Musikvideos, teilweise von den Plattenlabels selbst auf Youtube bereitgestellten. Genau, für diese soll Youtube GEMA-Gebühren in noch nie dagewesener Höhe bezahlen. Natürlich sieht Youtube das nicht ein. Nicht, dass Google als Eigentümer gemeinnützige Zwecke verfolgen würde, doch Youtube hat sich zu einem Kulturmedium entwickelt und ich halte den freien Zugriff darauf für extrem wichtig. Als solches wird es uns Deutschen jedoch nun nicht mehr in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Erst Flickr (auch dieses ist für Deutschland stark beschnitten) und nun Youtube. Wo soll das noch hinführen?

Bürokratie und deutsche Genauigkeit fordern ihren Tribut. Wir schließen uns selber lieber aus von der digitalen Revolution. Unwissende Internetausdrucker bestimmen wo es lang geht. Das Medium Internet wird zensiert, niemand beachtet seine Neutralität. Weder Fernsehen, Post noch die Ionosphäre als Medium von Radiowellen haben jemals eine derartige Beschränkung erlebt. Warum bloß das Internet?

Mittwoch, 11. März 2009

Amok

Jetzt, nach dem brutalen Amoklauf eines 17 Jährigen mit 16 Toten, werden sie wieder alle fachsimpeln, was Grund und Anlass für die Tat gewesen sein könnte. Der Schuldige ist natürlich auch wieder schnell gefunden: Computer- und Videospiele natürlich, vielleicht auch noch Gewaltvideos. All jenes wird man im Kinderzimmer des Jugendlichen finden - wie in den Kinderzimmern von sicherlich den allermeisten Jungen in diesem Alter, aber das wird natürlich wieder unterschlagen. Mir graut es jetzt schon vor den Berichten und Reportagen, den Politikern die brechreizfördernde Vorschläge absondern, bei denen sich mir die Zehennägel kräuseln werden.

Ich stelle einfach mal Fragen, die Michael Moore so anschaulich in Bowling for Columbine stellte: Gibt es vielleicht einen Zusammenhang zwischen Amokläufen/Morden und der einfachen Verfügbarkeit von Schusswaffen? Oder ist am Ende sogar Bowling schuld an dem Blutbad?

Vielleicht findet man hier einen Zusammenhang, ich zitiere aus SpOn:
Die Waffe, es soll sich um eine Pistole der Marke Beretta gehandelt haben, nahm er aus dem legalen Waffenarsenal seiner Eltern.
Und weiter heißt es:
An den Umgang mit Waffen war er offenbar gewöhnt, zumindest der Vater sei Sportschütze, sagte ein Bekannter K.s SPIEGEL ONLINE. Tims Vater besitzt insgesamt 15 Schusswaffen. Bei einer Durchsuchung des Hauses wurde festgestellt: Eine fehlte.
Wenn jetzt also wieder loskrakehlt wird, man sollte doch Gewalt aus unseren Unterhaltungsmedien verbannen, dann sollten sich jene Waffenlobbyisten ... äh ... Volksvertreter ... nein ... Großmäuler Gedanken über die Waffengesetze in Deutschland und Europa machen. Zwar handhaben wir Waffengesetze weitaus strenger als überm Teich, doch es gibt zahlreiche Ausnahmen legal Waffen zu besitzen.

Der jugendliche Amokläufer von Bad Reichenall, der von Erfurt und andere waren entweder selber im Schützenverein oder es war der Vater. Alle konnten mit Waffen umgehen und die Tatwaffen waren zumeist legal erworben. Warum, warum nur gibt es überhaupt Waffen in den Händen von Privatpersonen? Gegen illegale Waffen kann man nur bedingt etwas tun, doch man könnte generell ein Verbot von Waffen aussprechen, die nicht dienstlich verwendet werden. Ganz einfach, ein paar Abstimmungen, noch ein paar Unterschriften und aus die Maus. Niemand braucht Waffen, sie sind völlig nutzlos. Schützenvereine können immer noch mit Luftgewehren ihrem Hobby fröhnen, niemand braucht eine Beretta oder eine Pumpgun, schon gar nicht legal.

Hat eigentlich schon jemand die Verbindung von Schützenvereinen und Amokläufen näher untersucht? Nicht wirklich, aber es gibt wenigstens ein paar wenige Journalisten, die sich Gedanken darüber gemacht haben. Aus diesem Artikel zitiere ich aber etwas ganz anderes:
Bei Peyerl wurden Computerspiele beschlagnahmt, es wurde aber nie bekannt gegeben, welche es waren. Michael F. und Adam Labus scheinen keinen Computer benutzt zu haben. Bei Robert Steinhäuser wurden jetzt [extern] Computerspiele beschlagnahmt, bei denen gewinnt, "wer sich mit Waffengewalt den Weg bahnt". Das kann Kingpin sein, Counter Strike oder Tomb Raider.

Computerspieler wissen nicht wie man Waffen einsetzt. Ich lade meine digitale Waffe mit einem Druck auf die "R"-Taste auf, R wie Reload. Ich weiß nicht wie man ein Magazin aus der Waffe nimmt, wie man ein neues einsetzt. Ich ziele mit einer einfachen Mausbewegung und mit Hilfe eines eingeblendeten Fadenkreuzes, nicht mit einer Kiloschweren Waffe über Kimme und Korn. Ich drücke auf den Mausknopf um den digitalen Opponenten zu liquidieren, ich betätige keinen Abzug und spüre auch keinen Rückschlag. Aber am allerwichtigsten, so blutig der digitale Gegner auch seine digitale Welt verlässt, kein echter Mensch stirbt dabei! Schützenkönige jedoch wissen all dies, sie wissen mit Waffen umzugehen, damit zu zielen und sie abzufeuern...

Die werten Herren Politiker (allen voran aus der CDU/CSU) attackieren zumeist nur die Computerspiele(r). Weil sie sie nicht verstehen und weil sie Angst vor ihren konservativen Stammwählern aus bayrischen Schützenvereinen haben - die will man ja schließlich nicht verprellen. Und natürlich weil die Waffenindustrie ein gigantischer Wirtschaftsfaktor ist, aber das ist ein anderes Thema.

So viel dazu.



Nachtrag (12. April 2009): Mittlerweile gab es noch zwei Gewaltverbrechen die ein wenig in dieses Schema passen.
  • In Landshut eskalierte ein Erbstreit vor Gericht, ein 60 Jahre alter Mann erschoss zwei Menschen und verletzte zwei weitere, bevor er sich selbst richtete. Und ratet, die Großkalibrige Magnum war im legalen Besitz des Täters. Ach, und er war Sportschütze!

  • Ein Vierfachmord am Karfreitag mit familiärem Hintergrund. Der Täter wahrscheinlich der Sohn der betroffenen Familie,... ach und Mitglied eines Schützenvereins. 18 Jahre ist er, könnte natürlich sein, dass er Counterstrike auf dem Rechner hat (was ja höchst selten vorkommt, dass junge Erwachsene in dem Alter Counterstrike spielen...)

Dienstag, 3. März 2009

Kommt vor

Folgendes widme ich denen, die sich schon über den einstündigen Ausfall ihrer Seite beschweren und Wörter wie "geschäftsschädigend" in den Mund nehmen:


IT ist nicht nur langweilig, nein, IT ist sogar komplex. Das kommt vor, shit happens. Sogar beim rosa Riesen ;)

PS: Das ist mein eigener Screenshot von gerade eben!

Montag, 28. Juli 2008

Randy Pausch


Es kam, wie es kommen musste, Randy Pausch, der bekannte Informatik-Dozent der Carnegie Mellon University in Pittsburgh ist am 25.07. an seinem Krebsleiden verstorben. Pausch war Computerwissenschaftler und widmete seine Forschung den Themen Interaktion und Design. Er wirkte auch bei verschiedenen Projekten der Computerspieleindustrie mit und arbeitet an einem VR-Projekt für Disney. Aufmerksamkeit erhielt seine letzte Vorlesung, die "Last Lecture". Für Dozenten an US-amerikanischen Hochschulen ist es üblich in einer Last Lecture das Semester zusammenzufassen, mal einen Witz vom Stapel zu lassen und vor allem so zu tun, als wäre es die letzte Vorlesung - hohe Besucherzahlen sind da garantiert. Nun, Randy Pauschs Vorlesung war tatsächlich die letzte, seines Lebens, und jeder im Saal wußte dies. Kinoreif in Szene gesetzt, mit einer für einen Totgeweihten erstaunlichen Lebenskraft, viel Witz und nachdenklichen Momenten, kann ich nur jedem diese letzte Vorlesung empfehlen. Sie hat mich sehr bewegt, denn Pauschs Worte sind wirklich essentiell und philosophisch. Die eine oder andere Träne muss man aber dennoch verdrücken, denn es wird trotz aller Bemühungen Pauschs die Stimmung hoch zu halten dennoch emotional. Ich glaube seine Frau, die in der ersten Reihe sitzt hat es noch viel schwerer. Also, wer die Vorlesung verpasst hat, die er sogar in Kurzform in der Oprah-Show im US Fernsehen wiederholen durfte, der kann das hier nachholen:

Donnerstag, 24. Juli 2008

Zitat und Leitgedanke

Man braucht nichts im Leben zu fürchten, man muß nur alles verstehen.

Marie Curie

Eine Philosophie, die dem Aberglauben widerstrebt, das gefällt!