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Samstag, 5. März 2011

Wen Guttenberg nicht benutzt, der existiert nicht!

Wer den Schaden hat muss für den Spott nicht sorgen. Folgende Rezension habe ich eben zur Doktorarbeit von Herrn Guttenberg bei Amazon gefunden, die im Übrigen dort nicht mehr bestellbar ist:
Ist es Dada, Kubismus oder einfach nur heißsprudelnder Fluxus? Trägt Jo Beuys heut Gel im Haar?
Auf jeden Fall ist es ein Wegbereiter, ein Avantgardist der ersten Sekunde, ja -ich scheue mich nicht, es zu auszusprechen: ein Revolutionär!, der uns mit diesem Kunstwerk in Buchhülle seine eigene, neue Kunstform entgegenwirft. Tut es weh? Aber jaa! Schreien wir auf? Und wie!! Sind wir betroffen?... Wer hätte gedacht, dass es in der heutigen Zeit überhaupt noch möglich ist, eine solch gewaltige spontane und affektive Reaktion durch einfache, fast minimalistische Aktionskunst vibrieren zu lassen. Guttenberg verletzt auf geniale, dämonisch schmunzelnde Art den Formalismus unserer Zeit, indem er formal die Form wahrt. Sein Sprengsatz ist das Innere des Textes, der gespiegeltes Eingeweide einer selbstverliebten und weltvergessenen Wissenschaftselite ist. Mit der Pranke des Künstlers, der alles darf, zerreißt er den elitären Seidenkokon der faustischen Kerkergesellen, er zerrt die süßmuffigdampfenden Textgespinste, die in Einweckgläsern zwischen Schrumpfköpfen und Tropfwachskerzen dämmerten, ans gleißende Licht des Pressegewitters. Hier! Hier! Hier! Text! Fragmentiert, zerissen,dekonstruiert und neu geklebt- so wie ers wohl im Grundschulkunstunterricht mit buntem Glanzpapier (neben dem Kartoffeldruck) gelernt haben mag.
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Donnerstag, 25. November 2010

Fefe zum Spiegel

Natürlich lese ich gerne Fefes Blog, das ist Pflichtlektüre und meines Erachtens eines der besten deutschsprachigen Blogs. Oftmals hält er sich kurz mit seinen zynischen aber treffenden Kommentaren, ausufernde politische Analysen findet man dort nicht. Manchmal sollte man auch seine Links anklicken um nicht nur seine Sichtweise auf die Welt zu konsumieren, aber unter dem Strich fassen seine Kommentare die Essenz der Geschichten sehr passend zusammen. Wenn er dann mal aufdreht und einen etwas längeren Text verfasst, z.B. wenn er sich aufregt, dann ist er kaum noch zu schlagen. Zum ehemaligen Nachrichtenmagazin, wie er den Spiegel zutreffend nennt, schreibt er: http://blog.fefe.de/?ts=b21301bb

Was habe ich gelacht!

Dienstag, 31. August 2010

Sarrazindebatte

Eigentlich verdient der Mann viel zu viel Aufmerksamkeit. Ich finde der Hagen sagt schon fast alles zu den Sarrazins, Broders und Xenophoben in unserem Land:



Natürlich nennt der Sarrazin auch Fakten (auch wenn er sie nicht reflektiert darstellt und Wichtiges verschweigt), das macht ihn dann u.U. doch gefährlich. Ich glaube ja er will nur sein Buch verkaufen. Gleichzeitig freut sich die Merkel, dass wieder negative Presse Richtung SPD geht. Na ja, wenn er auch noch gegen die Juden hetzt, dann macht er bald vielleicht sowieso den Möllemann und das Problem löst sich von alleine ;)

Montag, 10. November 2008

Being W.

Hervorragend, ach was grandios: Being George Walker Bush. Ein satirisches Resümee über die Amtsjahre des 43. Präsidenten der USA, lief vorletzte Woche auf Arte.

Teil 1:



Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11, Teil 12

Danke Schinkenburg!

Sonntag, 31. August 2008

Robert Muraine

Alle reden von Paul Potts, nicht erst seitdem er in der Telekom Werbung singen darf. In Deutschland bisher weniger bekannt ist Robert Muraine, einem Tänzer/Künstler, der in der 4. Staffel der US-Castingshow So you think you can dance das Licht der Studioscheinwerfer erblickte. Faszinierend, ich glaube der hat mehr Gelenke als die biologisch vorgesehenen:

Samstag, 16. August 2008

I'm just hot

Normalerweise versuche ich diese ganze Celebritypresse in den Medien zu ignorieren, insbesondere Paris Hilton stellt eher ein rotes Tuch als eine interessante Persönlichkeit für mich dar. Allerdings könnte folgendes Video meine Meinung vielleicht doch noch ein wenig korrigieren, auch wenn ich annehme, dass sie selber nur wenig an dem kreativen Entstehungsprozess beteiligt war. Also, das Video ist die Antwort auf einen Werbespot vom republikanischen Präsidentschaftskandidaten McCain, in dem über den Konkurrenten Obama und dessen Celebrity-Status hergezogen wird. Genauer gesagt wird Obama bildlich mit Britney Spears und Paris Hilton gleichgesetzt. Paris Antwort sieht so aus:

Genau die richtige Portion Selbstironie, sehr lustig. Nach der brillianten Einführung "I'm just hot", nervt sie allerdings mit ihrem diplomatischen Gerede, dass sie als Präsident die Ideen von McCain und Obama verbinden würde... na gut, sie will es sich nicht mit allen Amis verscherzen, schließlich ist und bleibt sie ein Celebrity und nicht Politikerin (wobei in den USA schaffen Celebrities es Governeur und Präsident zu werden, expect the worst, hope for the best).

Montag, 28. Juli 2008

Randy Pausch


Es kam, wie es kommen musste, Randy Pausch, der bekannte Informatik-Dozent der Carnegie Mellon University in Pittsburgh ist am 25.07. an seinem Krebsleiden verstorben. Pausch war Computerwissenschaftler und widmete seine Forschung den Themen Interaktion und Design. Er wirkte auch bei verschiedenen Projekten der Computerspieleindustrie mit und arbeitet an einem VR-Projekt für Disney. Aufmerksamkeit erhielt seine letzte Vorlesung, die "Last Lecture". Für Dozenten an US-amerikanischen Hochschulen ist es üblich in einer Last Lecture das Semester zusammenzufassen, mal einen Witz vom Stapel zu lassen und vor allem so zu tun, als wäre es die letzte Vorlesung - hohe Besucherzahlen sind da garantiert. Nun, Randy Pauschs Vorlesung war tatsächlich die letzte, seines Lebens, und jeder im Saal wußte dies. Kinoreif in Szene gesetzt, mit einer für einen Totgeweihten erstaunlichen Lebenskraft, viel Witz und nachdenklichen Momenten, kann ich nur jedem diese letzte Vorlesung empfehlen. Sie hat mich sehr bewegt, denn Pauschs Worte sind wirklich essentiell und philosophisch. Die eine oder andere Träne muss man aber dennoch verdrücken, denn es wird trotz aller Bemühungen Pauschs die Stimmung hoch zu halten dennoch emotional. Ich glaube seine Frau, die in der ersten Reihe sitzt hat es noch viel schwerer. Also, wer die Vorlesung verpasst hat, die er sogar in Kurzform in der Oprah-Show im US Fernsehen wiederholen durfte, der kann das hier nachholen: